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SCHIZOID LLOYD: THE LAST NOTE IN GOD'S MAGNUM OPUS 


VÖ: 03.07.2015
The Last Note in God's Magnum Opus" CD in digipack, limited to 1000 copies worldwide. Printed on 300gsm stock with a 4-panel layout, includes 8-panel fold-out booklet with original artwork by the band and lyrics.

Früher in diesem Jahr (wir schreiben 2015) habe ich die französische Formation 6:33 rezensiert, die doch ziemlich vogelwild daherkommt. Gut aus Frankreich ist man durchaus einiges gewöhnt. Die Niederlande hingegen sind eher so eine Hochburg des etwas gemäßigteren Progs. So sind auf diesen Seiten über 100 niederländische Alben mit dem Stilmerkmal „Neoprog“ verzeichnet, immerhin 62 aus dem Genre „Progmetal“ und noch 48, die als „Jazzrock“ gelten. Mit „RIO / Avant“ sind schon nur noch 16 Alben kategorisiert. Jetzt sind es 17. „The Last Note in God’s Magnum Opus” heißt das Quasi-Debütalbum der niederländischen Formation Schizoid Lloyd aus Haarlem. Und da gibt es schon so einige Parallelen zu den erwähnte Franzosen 6:33 und die Niederländer waren sogar ein bisschen früher dran, wie die Franzosen mit ihren „Deadly Scenes“. Gut, wenn sich eine Band schon Schizoid Lloyd nennt, dann wird man auch keine allzu ‚normale‘ Musik erwarten, aber was dann die Niederländer vom Stapel lassen, überrascht denn doch. Schon der Opener „Suicide Penguin“ (gleich ein, vielleicht der, Höhepunkt des Albums) spottet jeglicher Beschreibung. Worte wirken zumindest blass angehörs der gebotenen Musik und ihrem Stilmix. Vielleicht eine Beschreibung der Assoziationen, die einem vor’s innere Auge / Ohr kommen… Mr. Bungle, Ziltoid, Queen, Mastodon, Leprous, Devin Townsend, Diablo Swing Orchestra, Unexpect und eben nicht zuletzt 6:33. Von der düsteren Avant-Hölle über das Breitwand-Progmetal-Gebirge bis zur choralen Queen-Sinfonik. Da wird nicht viel ausgelassen. Die Gitarren bratzeln und riffen fett, die Rhythmusfraktion frickelt um ihr Leben und der Sänger schmettert sich die Lunge aus dem Leib. Und dann auch noch Chöre Und nicht, dass man denkt, damit hat das Sextett sein Pulver verschossen. Im Folgenden wird kaum mal auf die Bremse getreten. Nahezu jeder Song wartet mit überraschenden Stilmixen, abgedrehten Instrumental-Abfahrten und leicht wahnsinnigem Gesang auf. Munter werden musikalische Gegensätze miteinander kombiniert, als wäre das eben schon immer so gewesen. Da darf auch mal gegrowlt oder gerappt werden, ohne das der Hörer gleich einen Schweißausbruch bekommen muss. Da stehen lustige Kirmes-Musik-Passagen neben bretthartem Metal. Mal ein kleiner lyrischer Einwurf, bevor die Achterbahnfahrt wieder an Tempo aufnimmt, der Hörer soll ja nicht völlig platt gemacht werden. Das nur von Piano und Gesang getragene „Film Noir Hero“ erinnert an Tristan Décamps. Gegen Ende wird das Album ein bisschen ruhiger, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, weil nun eben ein paar jazzige Zwischentöne eingefügt werden. Neben den sechs Stamm-Musikern sorgen auch die Gäste, vor allem die Streicher und der Trompeter, für schöne Akzente, die das Album gelungen abrunden. “The Last Note in God’s Magnum Opus” ist ein wahrlich entdeckenswertes Album des beginnenden musikalischen Wahnsinns. Eine klanggewordene Freakshow, die aber trotzdem nicht überfordert, sondern einfach unbändigen Spaß macht. In Anlehnung an meine Rezension zu „Deadly Scenes“… diese Niederländer reiten mal locker mit 6:33 gemeinsam über den kuriosen Tim Burton-Jahrmarkt.
Review: Thomas Kohlruß/BBS - 13/15 Punkten

Format: CD | BestellNr.:19939 | Preis: € 9,99  



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